Hör- und Gleichgewichtsorgan

  • Hör- und Tinnitusdiagnostik: Tonschwellenaudiometrie, Sprachaudiometrie, Tympanometrie, Stapediusreflexmessung, Otoakustische Emissionen, Hirnstammaudiometrie (BERA)
  • Hörgeräteberatung
  • Schwindeldiagnostik: Videonystagmographie (VNG)
  • Behandlung bei akutem Tinnitus und Hörsturz

Schwindeldiagnostik

Im Folgenden sind tabellarisch die häufigsten Ursachen für einen otogen bedingten Schwindel aufgelistet (nach Maurer 1999).

Mittelohr Innenohr Innerer Gehörgang
- Entzündung
- Cholesteatom
- Tumor
- Labyrinthitis
- Felsenbeinfraktur
- Ototoxizität
- Hörsturz
- Akuter Vestibularisausfall
- Benigner paroxysmaler Lagerungschwindel
- Morbus Menière
- Perilymphfistel
- Otosklerose
- Akustikusneurinom
- Herpes zoster oticus
- Felsenbeinfraktur

Zu der klinischen Untersuchung gehört außerdem die Erfassung der Vestibulookulären Reflexe in Form eines pathologischen Nystagmus. Der Nystagmus ist eine koordinierte, rhythmische Augenbewegung um eine bestimmte Achse. Er besteht aus einer langsamen Phase und einer schnellen Phase.

Folgende vier Nystagmusarten werden bei der Vestibularisprüfung mit einer besonderen Brille, der sog. Frenzel-Brille untersucht:

  • Spontannystagmus (SPN) in Ruhe: Der sitzende Patient soll dabei geradeaus durch eine Frenzel-Brille schauen. Jede regelmäßige rhythmische Augenbewegung nach links oder rechts, aber auch nach unten oder oben wird als SPN bezeichnet. Ein Fehlen des Nystagmus schliesst aber eine Gleichgewichtstörung nicht unbedingt aus.
  • Provokationsnystagmus (PN): Durch gezieltes Kopfschütteln wird ein Nystagmus ausgelöst. und damit sichtbar gemacht (Boenninghaus et al. 2005).
  • Lagenystagmus (LN): Der Patient nimmt verschiedene Körperhaltungen ein, z.B. Rücken-, Seiten- und Kopfhängelage. Der Nystagmus wird unter der Frenzel-Brille beobachtet. Ein richtungsbestimmter LN spricht eher für eine periphere Störung, ein richtungswechselnder LN hingegen für eine zentrale Schädigung. (Bonninghaus et al. 2005).
  • Lagerungsnystagmus (LGN): Der Patient wird passiv schnell von einer Körperposition in eine andere gebracht, z.B. vom Sitzen in die Kopfhängelage. Dieser nur wenige Sekunden lange Nystagmus mit begleitender Schwindelsymptomatik ist typisch für einen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel bei Canalolithiasis.

Untersuchung des Gleichgewichtsorgan durch thermische Reizung, Elektronystagmographie (ENG) und Videonystagmographie (VNG)

Der Patient liegt auf einer Liege, die eine Neigung von 60° gegenüber der Horizontalen hat. Dadurch werden die horizontalen Bogengänge in die senkrechte Position gebracht (Optimumsstellung) (Maurer 1999). Jedes Ohr wird dann mit warmem (44°C) und kaltem (30°C) Wasser jeweils für 30 Sekunden mit ca. 50ml gespült. Die Nystagmographie registriert die Nystagmen. Außerdem ermöglicht diese Untersuchung eine seitengetrennte Prüfung der Vestibularorgane.

Kalorische Reizung: Durch die Spülung des äußeren Gehörganges einer Seite mit 44°C-warmer oder 30°C-kalter Luft/ oder Wasser wird der horizontale Bogengang entsprechend erwärmt bzw. abgekühlt. Dies führt zu einem Nystagmus, bei warmer Reizung zur gleichen Seite. Die Kaltspülung führt dagegen zu einem Nystagmus zur Gegenseite. Die technologische Weiterentwicklung der ENG ist die Videonystagmographie (VNG). Bei diesem computerbasierten System werden die Augenbewegungen mittels Infrarot-Videokameras aufgenommen. Durch die Videoanalyse des Pupillenbildes können sowohl horizontale, vertikale und auch rotatorische Bewegungen bestimmt werden (Wassill et al. 2000). Dem Patienten wird eine spezielle lichtdichte Maske aufgesetzt. Das Videobild wird im Computer so kontrolliert, dass die Pupille in der Mitte des Bildes erscheint.

Therapie und Diagnostik von Hörsturz und Tinnitus


Bundesweite Studie zur Hörsturztherapie gestartet

HODOKORT Studie


Das HNO Zentrum am Kudamm ist Studienzentrum zur HODOKORT Studie des Deutschen Studienzentrums für HNO-Heilkunde.

Es werden Teilnehmer gesucht.

Akuter, idiopathischer, sensorineuraler Hörverlust / Hörsturz

Teilnahmevoraussetzungen:

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie in unserer Praxis die Aufnahme zur HODOKORT Studie beantragen.



Tinnitus Studie in 2017

Teilnehmer für Tinnitus Studie gesucht


Das HNO Zentrum am Kudamm ist Prüfzentrum zur Tinnitus Studie 2017 der Auris Medical AG.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Tinnitus seit maximal 3 Monaten
  • Tinnitus verursacht durch
    • Lärmtrauma (Knall, lautes Konzert)
    • Barotrauma (z.B. durch Tauchen oder Fliegen)
    • Entzündung des Mittelohres
    • Operation am Mittelohr
    • Traumatischer Trommelfellriss (z.B. Ohrfeige, Schlag aufs Ohr, Explosion)

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie über das Kontaktformular der Auris Medical AG die Aufnahme zur Tinnitus-Studie beantragen. Studie beendet


Zusätzliche Behandlung bei akuten Hörsturz und Tinnitus:


Die Sauerstoff- Ionisations-Therapie

Stress und Umwelteinflüsse belasten unseren Körper und können zu Hörstörungen wie Tinnitus führen. Wir wissen heutzutage, dass Ohrgeräusche durch eine Unterversorgung mit Sauerstoff begünstigt werden. Dies führt zu einer Schädigung der im Hörorgan befindlichen Haarzellen.

Nach gründlicher Untersuchung und Behandlung durch koventionelle Therapieformen, kann der Einsatz der Sauerstoff-Ionisations-Therapie ergänzend eingebracht werden.

Mit der Sauerstoff-Ionisations-Therapie (SILENT ion Plus) können die Abwehrkräfte gestärkt werden. Hierbei wird die Durchblutung gebessert, unser Körper auf natürliche Weise geschützt, das Immunsystem gestärkt und die Leistungsfähigkeit gesteigert.

Jedoch nicht für jeden Patienten ist diese Behandlung ratsam. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an unser Praxisteam.

In unserer Praxis wird die Sauerstoff-Ionisations-Therapie bei folgenden Erkrankungen zusätzlich eingesetzt:

  • Ohrgeräusche
  • Akute Hörstörung
  • Bei Stress und verminderter Leistungsfähigkeit

Die Kosten für diese Therapie sind leider nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen enthalten. Für mehr Information sprechen Sie uns einfach an.

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