Nase- und Nasennebenhöhlen

  • Diagnostik und Therapie bei Nasenatmungsbehinderung und chronischer Rhinosinusitis
  • Druckstoßinhalationstherapie bei chronischer Nasenatmungsbehinderung (AMSA)
  • Rhinolight-Behandlung (Lichttherapie) zur Therapie der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sowie bei allergischer Rhinitis
  • Ultraschalluntersuchungen der Nasennebenhöhlen
  • Diagnostik und Therapie von Riech- und Schmeckstörungen
  • Rehabilitation des Riechvermögens nach Kehlkopftotaloperation
  • Operationen der Nasenscheidewand und der Nasenmuscheln
  • Endoskopische Operationen der Nasennebenhöhlen
  • Lasermuschelkaustik der Nasenmuscheln
  • Endoskopische lasergestützte Operation an Nasenpolyen (FEELS)

AMSA-Therapiesystem (Firma Schumacher, Dausenau)

  • Druckstoßinhalationstherapie für die Behandlung von
    • Subakuten und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen
    • Therapie von Riechstörungen
    • Entzündungen des Rachens und des Kehlkopfes
    • Tubenmittelohrkatarrh
  • Zur präoperative Aerosol-Behandlung bei geplanten Eingriffen der Nase und des Kehlkopfes
  • Zur postoperativen Nachbehandlung nach Naseneingriffen oder nach Totaloperation des Kehlkopfes

Das erzeugte Aerosol wird in Schwingung versetzt und über ein einfaches, abdichtendes Nasenansatzstück dem Patienten zugeführt. Ein regelbarer Überdruck führt mit dem Schluckakt zur Öffnung der eustachischen Röhre und der Ostien der Nasennebenhöhlen.

Olfaktometrie

Der Geruchssinn des Menschen zählt zwar nicht zu den besten, dennoch können wir normalerweise bis zu mehrere Tausend Gerüche unterscheiden. Eine Einschränkung des Riechvermögens geht mit einer Einschränkung der Lebensqualität einher. Ob das Geruchsvermögen eingeschränkt ist, kann man mithilfe der subj. oder der obj. Olfaktometrie prüfen. Wir wissen heutzutage, dass etwa 5 % unserer Bevölkerung einen kompletten Geruchsverlust beklagen.

Ursachen für Riechstörungen können in der Nase und den Nasennebenhöhlen liegen (sog. sinunasale Ursachen), nach einem Virusinfekt auftreten, nach einem Kopftrauma oder bei neurodegenerativen Erkrankungen in Erscheinung treten wie Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder Alzheimer. Etwa 5-10 % der Ursachen bleiben jedoch unklar, man spricht von sog. idiopathischen Riechstörungen. Nur die detaillierte Anamneseerhebung, klinische Diagnostik und Endoskopie der Nase mit Bildgebung und ggf. interdisziplinäre Vorstellung kann eine genaue Abklärung der Riechstörung und eine entsprechende Therapie ermöglichen.

Ein quantitativer Riechtest kann folgende Ergebnisse zeigen:

  • Normosmie: Die Geruchswahrnehmung ist normal
  • Hyposmie: Die Empfindlichkeit des Geruchssinns ist vermindert
  • Anosmie: Es ist gar kein Geruchssinn vorhanden. Betrifft dieser Riechverlust nur einen bestimmten Duftstoff oder eine Duftstoffgruppe, bezeichnet man dies als teilweise ( partiell ) Anosmie

Qualitativ unterscheidet man:

  • Parosmie: Fehlriechen bei vorhandener Duftquelle. Eine solche Riechstörung kann beispielsweise bei einem Hirnprozess, als Aura vor einem epileptischen Anfall oder in der Schwangerschaft auftreten.
  • Phantosmie: Es findet eine Geruchswahrnehmung statt, obwohl die entsprechenden Duftstoffe nicht vorhanden sind.
  • Pseudosmie: Die Betroffenen deuten einen Geruchseindruck einfallsreich um.
  • Olfaktorische Intoleranz: Der Geruchssinn funktioniert normal, doch die Betroffenen reagieren auf bestimmte Duftstoffe mit überhöhter Empfindlichkeit.

Ergibt die Olfaktometrie einen gestörten oder fehlenden Geruchssinn, ist dies zwar nicht lebensbedrohlich, aber auch keineswegs ungefährlich. Schließlich fehlt ein wichtiges Alarmsystem, denn der Geruchssinn kann auf Gefahren wie Brände oder giftige Dämpfe aufmerksam machen. Ohne ihn würden wir auch nicht vor verdorbenen Lebensmitteln gewarnt. Langfristig kann der Geruchsverlust zu Appetitlosigkeit oder sogar zu Depressionen führen.


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